Hugo Bolin im Interview: »Jetzt kann ich den Fußball einfach genießen«

Hugo Bolin macht in der bisherigen Vorbereitung stark auf sich aufmerksam. Foto: Dirk Päffgen.

Hugo Bolin gehört bei Borussia Mönchengladbach zu den Spielern, die absolut positiv in Erscheinung treten. Im Trainingslager am Tegernsee stellte sich der Schwede den Fragen der Journalisten. Dabei sprach er unter anderem über seine Entwicklung seit dem Wechsel nach Mönchengladbach, seine Ziele für die neue Saison, die Verbindung zu Wael Mohya sowie seine ersten Schritte beim Deutschlernen. Wir haben das Gespräch zusammengefasst.

Hugo Bolin über:

… seine Entwicklung seit dem Wechsel nach Gladbach:

Ich bin erst im vergangenen Winter gekommen und musste mich zunächst an das Klima und das gesamte Umfeld gewöhnen. Jetzt hat sich alles eingespielt und ich kann den Fußball einfach genießen. Das fühlt sich richtig gut an.

… seine Lieblingsposition:

Eigentlich habe ich keine. Ich kann auf allen drei Positionen spielen und bin einfach froh, wenn ich auf dem Platz stehe.

… seine Ziele für die neue Saison und Wael Moyha:

Ich denke, wir beide wollen uns einen Platz in der Startelf erarbeiten und der Mannschaft so gut wie möglich helfen. Wir möchten zeigen, dass wir in die Mannschaft gehören und freuen uns auf die neue Saison.

… den Konkurrenzkampf mit Wael Mohya auf der Zehn:

Natürlich möchte ich dort spielen. Wael würde wahrscheinlich dasselbe über sich sagen. Aber wir können beide alle drei Offensivpositionen spielen. Am Ende entscheidet der Trainer, wer spielt.

… sein Ziel, noch häufiger den direkten Weg zum Tor zu suchen:

Auf jeden Fall. Ich habe das Gefühl, dass ich mittlerweile häufiger in gute Abschlusspositionen komme. Jetzt möchte ich daran anknüpfen, weiter gefährlich sein und noch mehr Chancen nutzen.

… seinen Traumverein:

Da gibt es keinen. Ich bin sehr glücklich hier in Gladbach.

… Wael Mohya und das, was er bisher erreicht hat:

Man vergisst manchmal, dass Wael erst 17 Jahre alt ist. Ich sehe ihn jeden Tag im Training und finde, dass er auf dem Platz unglaublich reif wirkt. Neben dem Platz ist er natürlich noch etwas jünger. Aber wenn man bedenkt, wie viel Aufmerksamkeit er schon bekommt und wie gut er damit umgeht, ist das wirklich beeindruckend. Ich bin überzeugt, dass er eine große Karriere vor sich hat.

… seine Freundschaft mit Wael Mohya:

Als ich nach Gladbach gekommen bin, hat sich Wael sofort um mich gekümmert und mir alles gezeigt. Auf dem Platz haben wir einen ähnlichen Spielstil und dadurch ist schnell eine enge Verbindung entstanden.

… die Ziele der Mannschaft:

Für mich und auch für die Mannschaft gilt: Wir denken immer nur an das nächste Spiel. Jetzt stehen zunächst die Testspiele an, danach der DFB-Pokal und anschließend beginnt die Bundesliga. Unser Ziel ist es, möglichst viele Spiele zu gewinnen.

… die schwedische Borussia-Tradition:

Schon an dem Tag, an dem ich unterschrieben habe, haben mir viele von der Geschichte der schwedischen Spieler bei Borussia erzählt. Jetzt sind mit Isac und mir schon zwei Schweden im Kader.

… Isac Lidberg und seine Eingewöhnung:

Natürlich versuche ich, ihm zu helfen. Er ist allerdings schon länger in Deutschland und spricht die Sprache deutlich besser als ich. Trotzdem kann ich ihm auf und neben dem Platz helfen. Aber ehrlich gesagt kommt er auch sehr gut alleine zurecht.

… sein deutsches Lieblingswort:

„Digger“.

… seine Deutschkenntnisse:

Ich wollte eigentlich direkt nach meiner Ankunft mit dem Deutschunterricht beginnen. Aber zuerst musste ich mich um viele Dinge kümmern – Wohnung, Auto und alles rund um den Wechsel. Jetzt, wo sich alles eingespielt hat, möchte ich mit dem Unterricht beginnen und die Sprache richtig lernen.