Tim Kleindienst wird die Fohlen auch in 2026/27 als Kapitän aufs Feld führen. Foto: Dirk Päffgen
Tim Kleindienst bleibt Kapitän von Borussia Mönchengladbach. Das hat Cheftrainer Eugen Polanski unmittelbar nach dem 4:1-Testspielsieg gegen die TSG Hoffenheim bekanntgegeben. Sein Stellvertreter wird Nico Elvedi.
Es war bisher eine Bekanntgabe, die noch offen war: Wer führt die Fohlen in 2026/27 als Kapitän aufs Feld. Eugen Polanski hatte im Pressegespräch im Trainingslager am Tegernsee jedoch schon durchblicken lassen, dass seine Entscheidung so gut wie fest steht, er sie aber zunächst der Mannschaft mitteilen möchte.
Das hat der Cheftrainer nun getan und es dann auch der Öffentlichkeit mitgeteilt. Nach dem verdienten und deutlichen Testspiel-Sieg gegen die TSG Hoffenheim gab Polanski bekannt, dass Tim Kleindienst auch in der kommenden Saison das Kapitänsamt inne hat. »Tim bleibt unser Kapitän, also ist er alter und neuer Kapitän«, verkündete der 40-Jährige.
Gleichzeitig wird Nico Elvedi sein Stellvertreter. Der Schweizer ersetzt somit Rocco Reitz, der zu RB Leipzig gewechselt ist. »Nico ist kein Lautsprecher, aber einfach ein Leader auf dem Platz und ein Vorbild in dem, was er macht und tut«, sagte Polanski.
Bleiben Elvedi und Nicolas jetzt?!
Mit der Übertragung dieses Amts könnte es somit gut möglich sein, dass der WM-Fahrer also bei den Fohlen bleibt. Ein Wechsel noch in diesem Sommer ist damit natürlich aber dennoch nicht vom Tisch. Zumal der Vertrag des Schweizers nächsten Sommer ausläuft. Es dürften also in den kommenden Tagen/Wochen Gespräche geführt werden (müssen).
Neben Kleindienst und Elvedi gehören Philipp Sander und Kevin Diks weiterhin dem Mannschaftsrat an, neu hinzu kommt Moritz Nicolas. »Mo hat eine herausragend gute Saison gespielt, die teilweise ein bisschen untergegangen ist, weil es für uns insgesamt nicht super lief. Er hat sich außerdem als Charakter weiterentwickelt«, erklärte Polanski.
Bei Borussias Nummer eins sieht die Sache ein bisschen anders aus. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft noch bis 2029. Zuletzt wurde der Keeper immer mal mit Vereinen in Verbindung gebracht. Nicolas selbst hat jedenfalls noch nicht von neuen Herausforderungen oder ähnlichem gesprochen. Nicht auszuschließen also, dass er zumindest zunächst einmal bleibt. Andersherum ist ein Abgang auch nicht auszuschließen, wenn ein für beide Seiten attraktives Angebot eintrudelt.
Jedenfalls sieht Polanski das Bindeglied zwischen Trainerteam und Mannschaft nun gut aufgestellt. »Diese Jungs sind diejenigen, die das Schiff ziehen sollen, die vorne weggehen sollen, die der Mannschaft helfen sollen, bei Fragen zur Seite stehen sollen und die bei Anregungen zu mir kommen sollen.« Generell hat Polanski mit der Wahl sicherlich keine schlechte getroffen.


