Borussia mangelte es gegen Union an Kreativität 

Borussia fand gegen die starke Defensive kein Mittel. Foto: Dirk Päffgen

Gegen Union kassierte Borussia nach vier ungeschlagenen Partien in Folge nochmals eine Niederlage. Diese ging am Sonntagabend auch völlig in Ordnung, weil die Fohlen einfach viel zu wenig mit ihrem Ballbesitz anfingen und gegen die Defensive der Berliner kein Mittel fanden. Die Reaktionen der Verantwortlichen in unserem Nachbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Der Rauch im Borussia-Park zu Beginn des Spiels zwischen Borussia Mönchengladbach und Union Berlin verzog sich ziemlich schnell. Viel klarer wurde es, zumindest im Spiel der Fohlenelf, in den weiteren 90 Minuten allerdings nicht. Während sich die Fans im fast ausverkauften Stadion auf Champions-League-Niveau präsentierten, zeigten die Borussen erneut, warum selbige in dieser Saison meilenweit entfernt ist. 

»Man hat gesehen, warum Union Berlin eine Spitzenmannschaft ist. Sie machen aus wenig sehr viel. Sie hatten auch nicht die Top-Chancen, aber sie haben eine knallhart ausgenutzt, bei der wir ein bisschen geschlafen haben. Wir hatten zwar viel den Ball in den eigenen Reihen, aber haben nicht viel für uns kreiert«, brachte es Jonas Omlin ziemlich genau auf den Punkt. Der Schweizer-Schlussmann musste mit ansehen, wie es seine Vorderleute auf magere acht Torschüsse brachten. Mit 62% Ballbesitz hatten die Fohlen das Spiel, zumindest auf dem Papier, in der Hand. Allerdings wie so oft in der aktuellen Saison verpasste es die Mannschaft von Daniel Farke sich klare Torchancen herauszuspielen. 

Deshalb forderte Omlin auch mehr Kreativität: »Wir hätten uns vielleicht während des Spiels andere Mittel überlegen müssen, vielleicht ein bisschen mehr die Tiefe suchen, was gegen Union schwierig ist.« Die Köpenicker verteidigten es gegen die Fohlen stark, Impulse seitens der Hausherren kamen lediglich nach dem Vierfachwechsel von Farke. »Man muss Union auch ein Kompliment machen, wie effektiv sie verteidigen. In der zweiten Halbzeit waren wir zwischenzeitlich nicht im Spiel. Zum Schluss hatten wir noch ein paar gute Aktionen, aber dann sind wir nicht nachgerückt, um mehr Anspielstationen zu haben«, monierte Jonas Hofmann. Der Nationalspieler fand, dass die »Niederlage nicht nötig war«. 

Auch Julian Weigl sah noch deutliches Steigerungspotenzial bei den Fohlen: »Ich glaube, dass wir teilweise zu langsam gespielt haben und schneller hätten verlagern müssen. Union hat wie immer gut verteidigt, schnell verschoben und die Räume eng gemacht, sodass wir gar nicht in die ganz gefährlichen Räume gekommen sind. Die Berliner haben dann nach vorne ihre Nadelstiche gesetzt. Bei Flanken sind sie unheimlich gefährlich. Die allermeisten Flanken haben wir auch gut verteidigt. Einmal haben wir aber nicht gut genug aufgepasst, dadurch ist dann das Tor gefallen.«

Farke haderte ebenfalls mit der Tatsache, dass seine Mannschaft »zu oft den letzten Pass nicht gefunden hat. Wir haben den einen Fehler zu viel gemacht, hatten in der Szene, die zum Gegentor geführt hat, nicht genug Druck auf dem Chipball und haben die einfach Tiefe nicht schnell genug verteidigt. Natürlich sind wir über das Ergebnis enttäuscht«. 

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