Missverständnis beendet: Giovanni Reyna wechselt nach Straßburg

Giovanni verlässt die Borussen wie erwartet und wechselt nach Frankreich. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach hat den nächsten Abgang des Transfer-Sommers bekanntgegeben. So verlässt Giovanni Reyna die Borussen nach einem Jahr wieder und schließt sich Racing Straßburg an. Bei den Franzosen erhält der US-Amerikaner einen Vertrag bis 2031. Alle Details.

In den letzten Tagen hatte es sich bereits abgezeichnet, nun ist es fix. Borussia Mönchengladbach und Giovanni Reyna gehen ab sofort getrennte Wege. Ins Trainingslager an den Tegernsee war Reyna aufgrund von Gesprächen mit einem anderen Klub bereits nicht mehr mitgereist. 

Welcher das war, steht nun fest: Der US-Boy wechselt in die französische Ligue I zu Racing Straßburg. Beim Klub aus dem Elsass erhält der 23-Jährige einen bis Sommer 2031 gültigen Fünfjahresvertrag. Die Borussen erhalten für den Wechsel laut ‚Sky’ vier Millionen Euro inklusive realistischer Bonuszahlungen. Zudem handelte Schröder laut dem Pay-TV-Sender eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von zehn Prozent aus. Transferexperte Fabrizio Romano und die französische Zeitung L’Equipe sprechen indes von drei Millionen Euro.

»Trennung in diesem Sommer der richtige Schritt für beide Seiten«

Vor einem Jahr hatten die Fohlen ebenso vier Millionen Euro an den BVB gezahlt und ihn mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet. Borussias ‚Head of Sports’ hat jedenfalls ein Paket geschnürt, mit dem die Borussen wohl gut leben können.

So verlässt Reyna den linken Niederrhein bereits nach einem Jahr wieder und schließt sich im vierten Jahr dem vierten Klub an. In Straßburg soll Reyna die Lücke schließen, die Valentín Barco mit seinem 40 Millionen Euro teuren Wechsel zum FC Chelsea hinterlassen hat. Am Montag absolvierte Reyna erfolgreich die obligatorischen medizinischen Untersuchungen und konnte anschließend seine Unterschrift unter den Vertrag bis 2031 setzen.

»Gio ist ein exzellenter Spieler, der in seinem Jahr hier bei Borussia sein Potenzial leider nur angedeutet hat, dazu aufgrund einiger Verletzungen nicht dauerhaft seine Fähigkeiten auf dem Platz zeigen konnte«, sagt Borussias Sportchef Rouven Schröder. »Wir haben klar gesagt, dass wir den Kader verändern und verkleinern wollen und müssen. Daher sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass eine Trennung in diesem Sommer der richtige Schritt für beide Seiten ist.«

Reyna konnte in Gladbach keine nachhaltige Duftmarke setzen

Eine richtige Lücke hinterlässt Reyna in Gladbach unterdessen nicht. Im vergangenen Sommer hatte Roland Virkus den 23-Jährigen in der Hoffnung geholt, dass er bei den Fohlen wieder zur alten Stärke zurückfindet. Ein Vorhaben, das mit Ansage gescheitert ist.

Auch am linken Niederrhein konnte sich Reyna nicht durchsetzten, was nicht wenige im Vorfeld der Verpflichtung vorausgesagt hatten. Grund dafür waren die Fitness und auch die Verletzungsanfälligkeit, die ihn in der Vergangenheit immer wieder zurückgeworfen hatte. In der abgelaufenen Spielzeit stand Reyna in 20 Partien für die Fohlen auf dem Platz und absolvierte dabei lediglich 577 Spielminuten und fehlte insgesamt 70 Tage. Auch in 2026/27 hätte Reyna bei den Borussen wohl wenig Chancen gehabt, auf regelmäßige Spielpraxis zu kommen.  Insofern ist die Trennung die logische Konsequenz.

Bei Racing Straßburg, das in der abgelaufenen Spielzeit auf Platz 8 landete, soll das nun alles anders und vor allem besser werden. Es bleibt Reyna zu wünschen, dass der erneute Tapetenwechsel nun einer ist, der ihm guttun und wo er zur alten Stärke zurückfinden wird. So kann man sich abschießend den Worten von Rouven Schröder anschließen: »Wir wünschen ihm bei seiner spannenden Herausforderung in Frankreich alles Gute und viel Erfolg.«