Nach Sieg im Pokal: Teamgeist bei Gladbach »auf jeden Fall zu spüren«

Philipp Sander war zufrieden mit seinen Mannschaftskollegen in Mainz. Foto: Dirk Päffgen

Der 5:0-Sieg in der ersten Pokalrunde beim TSV Schott Mainz stellte die Gemüter bei Borussia Mönchengladbach zufrieden. Was die Spieler nach der Partie besonders hervorhoben und woran es zum Bundesligastart am Samstag zu arbeiten gilt. 

Die Erwartungen wurden erfüllt – da waren sich sicher alle einig auf Seiten von Borussia Mönchengladbach nach dem 5:0 beim TSV Schott Mainz. Dass die Borussen eine gute Leistung zeigten, galt es nach dem Spiel dennoch zu würdigen. Doppeltorschütze Hugo Bolin beispielsweise befand, das seine Mannschaft »die richtigen Lösungen gefunden und am Ende verdient gewonnen« habe. »Wir haben sehr gut verteidigt und den Ball nach Ballverlusten immer wieder schnell zurückgewonnen. Trotzdem hätten wir insgesamt noch mehr Chancen kreieren und noch mehr Tore schießen können«, merkte er an. 

Sander: »Jeder läuft für den anderen«

Besonders zufrieden war Bolin mit der Leistung seiner neuen Kollegen. Dem pflichtete auch Philipp Sander bei, der seinen Platz im Mittelfeld erstmal behauptet haben dürfte. »Der Teamgeist ist bei uns auf jeden Fall zu spüren, jeder läuft für den anderen. Das wollen wir weiter stärken und im Laufe der Saison noch enger zusammenwachsen«, blickte er voraus. Dennoch gelte es, in der Restverteidigung besser zu werden, um Konter früher zu unterbinden – mit Blick auf den Bundesligastart wird daran aber sicher gearbeitet werden. 

Dass die Borussen auf diesen gut vorbereitet seien, sage Trainer Eugen Polanski sein Gefühl. »Wir wussten, dass es gegen einen sehr gut organisierten Gegner mit tiefem Block nicht einfach werden würde und wir Geduld brauchen. Gerade am Anfang mussten wir uns die Lücken erst erarbeiten, sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen und haben wir über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt. In der Bundesliga wird es sicher noch einmal ganz anders zur Sache gehen«, wusste er.

Gladbach: Ullrich hat Nase vorn vor Herold

Darauf freut sich bereits Lukas Ullrich, der, wie Sander, zum aktuellen Stand die Nase vor seinem neuen Konkurrenten David Herold haben dürfte. Dazu beigetragen hat auch sein Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0. »Wir haben uns am Anfang ein bisschen schwergetan, weil unser Gegner sehr gut gegengehalten hat. Nach den ersten beiden Toren sind wir besser ins Spiel gekommen und hatten alles im Griff. Das 2:0 zur Halbzeit war dennoch ein gefährliches Zwischenergebnis, deswegen war es wichtig, direkt nach Wiederbeginn den dritten Treffer nachzulegen«, sagte Ullrich. 

Den 5:0-Endstand stellte schließlich Wael Mohya her, der besonders die Zusammenarbeit in der Mannschaft hervorhob. »Bei meinem Tor hat Franck den Ball überragend quergelegt, genau so stelle ich mir das vor. Insgesamt ist der Teamspirit bei uns momentan wirklich sehr gut, auch die neuen Spieler haben sich überragend eingebunden«, lobte Mohya. Auch, wenn der 17-Jährige mit Blick auf die Zukunft eine bessere Chancenverwertung einforderte. 

Stöger bedankt sich bei Fans

Dabei geholfen, dass es geklappt hat mit dem Einzug in die zweite Pokalrunde, habe auch die Unterstützung der Fans, wie Freistoß-Experte Kevin Stöger nach der Partie anmerkte. »Grundsätzlich haben wir verdient gewonnen, es hat Spaß gemacht. Dankeschön an jeden einzelnen, was die hier für Stimmung machen und was die uns hier zurückgeben«, sagte Stöger mit Blick auf die 7.000 Mitgereisten.