VollGAS-Analyse nach dem Derby: Enttäuschende Fohlen und eine krasse Fehlentscheidung

Marcus Thuram und die Borussen enttäuschten vor allem offensiv in Köln. Foto: Dirk Päffgen.

Das 96. rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln hatte kaum etwas davon zu bieten, was einen aus dem Sessel hätte reißen können. Was auch daran lag, dass sich keiner Hochkaräter erspielte. Zudem machte mal wieder der VAR im negativen Sinne von ich reden. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Das Positive gleich mal vorweg: Wenigstens ist es den Borussen gelungen, bis zum Schluss ihren Kasten sauber zu halten und einen Punkt aus der Domstadt mitzunehmen. Zumal es in der Vergangenheit oft genug Spiele gab, in denen man sich dann kurz vor Schluss oder gar in der Nachspielzeit noch einen einfing und dann bedröppelt vom Platz schlich. Einen Auswärtspunkt und dabei kein Gegentor kassiert. So weit, so gut. Zufrieden sein kann man damit nicht, aber man muss es.

Wenn Jonas Omlin mit 93 Ballkontakten die meisten aller Spieler und damit mehr als dreimal mehr als Marcus Thuram hatte, dann ist eigentlich nahezu alles über das Spiel der Fohlen gesagt. Defensiv war das ordentlich, aber offensiv war das insgesamt schwach und enttäuschend. Zugegeben, das Geläuf in Köln war schwer zu bespielen, aber damit müssen sich alle Teams auseinandersetzen.

Dass am Ende erstmals seit acht Jahren ein rheinisches Derby wieder 0:0 endete, lag eben vor allem daran, dass es nach vorne kaum Erwähnenswertes gab. Das war einfach unter dem Streich zu wenig, um so ein Derby für ich entscheiden zu können. Da gab es kaum Feuer, 6,4 Kilometer weniger gelaufen als der FC, zwei Schüsse aufs Tor (der FC 5), 1 Ecke (11 der FC) und 8 Fouls im Gegensatz zu 18 sind Daten, die wenig dafür sprechen, ein Derby gewinnen zu können. Gerade vor der Pause war das komplett schlecht, die zweite Hälfte ging zumindest einigermaßen. 

VollGAS-Versagen des Schiedsrichter-Teams

Es ist zwar hypothetisch zu sagen, das Spiel wäre womöglich anders verlaufen, wären die Borussen nach einer Viertelstunde in Führung gegangen. Aber es wäre im Bereich des Möglichen gewesen, hätte Schiedsrichter Felix Zwayer nach einer Viertelstunde auf den Punkt gezeigt. Und das hätte er auch müssen – zumal er bestens postiert war und hätte sehen müssen, dass Timo Hübers einzig und alleine in den Mann ging und Florian Neuhaus so klar zu Fall brachte.

Der VAR schaltete sich ein und signalisierte Zwayer kein Foul. Wie man zu diesem Entschluss kommen kann, ist nicht nachzuvollziehen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich Zwayer sich die Szene nicht selbst nochmal anschaute. Die Borussen wurden da ganz klar um eine mögliche Führung gebracht und das ganze System wurde abermals infrage gestellt und sorgt für Diskussionen, die es eigentlich nicht geben soll. Fakt ist: Der ausgeblieben Pfiff ist eine glasklare Fehlentscheidung. Wenigstens war Steffen Baumgart so ehrlich um zu sagen, dass seine Mannschaft da Glück gehabt hat.

Warum mal keine VollGAS-Wechsel?!

Unter dem Strich gab es ein 0:0 und ein Derby der schlechteren, langweiligen Sorte. Woran beide Teams ihren Anteil hatten. Die Borussen sind somit seit fünf Spielen sieglos und treten weiter auf der Stelle. Mit 32 Punkten ist und bleibt man im Niemandsland der Tabelle. Weder nach oben noch nach unten geht viel. Daniel Farke hat Recht indem er sagt, dass jeder Punkt wichtig ist für die Tabelle und vor allem das TV-Geld. Wenn noch viele in den letzten Spieltagen dazukommen sollen, dann muss – um bei dieser Analyse zu bleiben – in allen Bereichen im Endspurt VollGAS an den Tag gelegt werden. So ein blutleerer Auftritt wie in Köln geht jedenfalls nicht.

Und noch was: Wenn, wie von ‚Sky‘ am 03.04.2023 berichtet, der ablösefreie Wechsel von Ramy Bensebaini zum BVB offenbar fix ist, dann sollte man auch potenziellen Nachfolgern wie Luca Netz die Chance geben, sich auf Top-Niveau weiter zu beweisen und nicht einem scheidenden Spieler weiterhin einen Freifahrtschein zu erteilen. So ähnlich wie in Köln, wo Farke erst in der 82. Minute (!) Alassane Plea für Lars Stindl in die Partie brachte. Punktum: Wenn schon nach vorne wenig bis gar nichts geht, dann macht es doch Sinn, früher zu wechseln, zumindest noch mal alles zu versuchen und VollGAS-Borussen wie Patrick Herrmann die Möglichkeit zu geben, noch mal Feuer in die Partie zu bringen.

Genau das hat eben in diesem insgesamt enttäuschenden Derby gefehlt. Die Mannschaft ist gut beraten, sich die restlichen Spiele nochmal am Riemen zu reißen und alles zu geben, damit es wenigstens zu einem versöhnlichen Ende dieser schon jetzt enttäuschenden Saison kommen kann.

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