VollGAS-Analyse nach Paderborn: Nur ein Punkt – doch jeder davon zählt

Wael Mohya holten gegen Paderborn einen Punkt – Auch der kann wichtig sein. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach ist zwar gegen den SC Paderborn nicht der erhoffte Heimsieg gelungen, aber das Unentschieden war unter dem Strich in Ordnung. Eine ungeschlagene Englische Woche hätten im Vorfeld wohl alle unterschrieben. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach.

Dass Borussia Mönchengladbach sein Heimspiel gegen den SC Paderborn nicht hat gewinnen können, ist in sofern ärgerlich, weil die Borussen in der aktuellen Lage gegen einen Aufsteiger die volle Punktzahl mitnehmen sollten, noch dazu gegen einen vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf. Doch in der Situation, in der die Borussen derzeit stecken, zählt am Ende jeder Punkt. Ein Punkt gegen den SCP ist nicht ‚top‘, aber okay.

Getreu dem Motto: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, müssen die Borussen jede „Nuss“ sammeln und sich bis zum Winter so viel wie möglich Speck anfressen, um dann im neuen Jahr voll anzugreifen und um zu versuchen, das Feld von hinten aufzurollen – im besten Fall dann auch mal mit einer Serie. Möglich ist das allemal. Zumal dann auch wieder alle Mann an Bord sein dürften und Alexander Blessin dann auch gute Optionen hat, um von der Bank reagieren zu können.

VollGAS-Leistung von Daniel Batz

Gegen Paderborn hatten Gladbach vor allem in der ersten Hälfte drei hochkarätige Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Diese blieben ungenutzt – Thema: Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel war dann allerdings von VollGAS nichts mehr zu sehen. Die Fohlenelf hatte kein gutes Werkzeug in ihrer Kiste, das die Ostwestfalen hätte knacken können. Auch merkte man den Borussen an, dass die Beine nach dem Spiel unter der Woche gegen den KSC schwer waren. Stattdessen übernahm Paderborn das Kommando und hätte seinerseits in Führung gehen können.

Dass der Aufsteiger schlussendlich ohne einen Treffer blieb, hatte auch mit Daniel Batz zu tun. Borussias Nummer zwei vertrat den angeschlagenen Moritz Nicolas und tat das mit einer Coolness gepaart mit einer starken Leistung. Der 35-Jährige strahlte zu jeder Zeit Ruhe und Sicherheit aus und zeigte vier Glanzparaden. Das war eine VollGAS-Leistung des Routiniers, der wohl mit zu den besten zweiten Torhütern der Liga gehört, wenn er nicht schon der Beste ist.

»Weiter auf der Intensivstation«

Den Borussen ist am Ende zwar nicht der Lucky Punch gelungen, aber sie haben ihn eben auch nicht noch schlucken müssen. Das wäre noch vor Wochen womöglich anders gewesen. Aber sie sind eben nicht „umgefallen“, sondern haben einen Punkt mitgenommen. In der Endabrechnung kann der Gold wert sein. So schließen die Borussen die Englische Woche mit zwei Siegen, einem davon im Pokal, und einem Remis ab. Im Vorfeld hätte das wohl jeder unterschrieben.

Blessins Mannschaft liegt nun »weiter auf der Intensivstation«, wie es der Coach hinterher im übertragenen Sinne treffend sagte. Bis sie diese verlassen kann, ist es noch ein weiter Weg. Irgendwann muss man dann aber, wie es Blessin richtigerweise anmerkte, solche Spiele wie gegen Paderborn auch mal ziehen und einen sogenannten „dreckigen“ Sieg einfahren. Unabhängig davon gilt: Alle müssen weiterhin VollGAS geben und zusammenhalten – Mannschaft und Fans. Gegen Paderborn hat das geklappt. Das Stadion stand hinter der Fohlenelf. »Das Stadion ist schon sehr wuchtig. Viel Power, viel Energie da«, lobte SCP-Coach Ralf Kettemann.

Und wenn dem so ist und alles zusammenpasst, dann wird es auch wieder so sein, dass Mannschaften in den Borussia-Park kommen und wissen, dass das eine enge Kiste werden kann und mit den Borussen alles andere als „gut Kirschen essen“ ist. Auch nach dem Sieg gegen Stuttgart kann nicht gleich alles klappen. In der kommenden Länderspielpause bietet sich dann für Blessin die Möglichkeit, den Akku wieder aufzuladen und an weiteren Thematiken zu arbeiten. Es gilt, die Köpfe oben zu behalten, hart zu arbeiten und dranzubleiben – dafür müssen in der nächsten Zeit am besten mehrfach drei Punkte her.