3:1! Fohlen drehen Partie in Wolfsburg und landen wichtigen Sieg

Pure Freude – Rocco Reitz sorgte mit seinem Tor für den 3:1-Endtand. Foto: picture alliance / Teresa Kroeger/RHR-FOTO | RHR-FOTO

Mit 3:1 gewann Borussia Mönchengladbach am Sonntagabend beim VfL Wolfsburg und hat sich damit wieder bis auf acht Punkte von der Gefahrenzone entfernt. Ko Itakura, Nathan Ngoumou und Joker Rocco Reitz sorgten für die Tore der Fohlenelf, die aus einem Rückstand einen Sieg machte. 

Borussias Trainer Gerardo Seoane musste in der Autostadt auf Simon Walde (Syndesmosebandriss), Manu Koné (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Florian Neuhaus (Achillessehnenbeschwerden), Tony Jantschke (Adduktorenprobleme) und Christoph Kramer (krank) verzichten und nahm im Vergleich zur Niederlage gegen Freiburg gleich fünf Änderungen vor: Marvin Friedrich, Max Wöber, Stefan Lainer, Alassane Plea und Nathan Ngoumou begannen für Neuhaus (verletzt), Joe Scally, Rocco Reitz, Robin Hack und Jordan.

Kalte Dusche für die Fohlen

Die Defensive stärken und für Kompaktheit sorgen, wollte Seoane mit seiner Aufstellung. Gerade einmal sieben Minuten klappte das Vorhaben, dann kassieren die Fohlen ihr 54. (!) Gegentor der Saison. Tiago Tomas hatte auf rechts viel zu viel Platz und zog in Richtung Strafraum. Dort spielte er genau in den Fuß von Baku, der völlig frei zum 1:0 ins rechte Eck einschieben konnte (7.).

Ein Schock für die Borussen, der es erstmal zu verdauen galt. Die Fohlen suchten nach einer Antwort, die Wölfe hatten die Spielkontrolle und suchten den Weg nach vorne. Es dauerte dann bis zur 21. Minute, ehe die Borussen eine gute Möglichkeit hatten. Nach einer Ecke von Honorat rechts kam Wöber zum Kopfball, setzte die Kugel aber links am Gehäuse vorbei.

Generell wurde es immer dann zumindest etwas gefährlich, wenn sich Honorat über seine Seite einschaltete-. Der Offensivmann hat einige gute Ansätze über sie rechte Seite. Immer wieder ist der Franzose an den gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt. So wie auch in Minute 27, als Gerhardt eine gute Hereingabe vom Franzosen auf den langen Pfosten gerade noch klären konnte.

Bis zu Pause passierte nicht mehr allzu viel, so dass es bei der knappen Wölfe-Führung blieb. Die Borussen hatten zwei Schüsse aufs Tor abgegeben, keiner saß. Auf der Gegenseite die Gastgeber drei, einer davon saß. Das war der Unterschied in den ersten 45 Minuten, in denen bei den Borussen einzig Honorat für Offensivakzente sorgte. Ansonsten war das ein ernüchternder Auftritt.

Itakura besorgt den Ausgleich, Ngoumou legt nach

Natürlich musste da viel mehr kommen, wollte man aus der Autostadt etwas mitnehmen. Viel kam nach vorne erstmal nicht. Dann aber fasste sich Itakura nach Zuspiel von Netz aus der Distanz ein Herz, Jenz gab dem Ball eine Richtungsänderung und fälschte unhaltbar ab – 1:1 (53.)!

Ein wichtiges Tor für die Borussen, die sich bis dahin schwer getan hatten, sich im letzten Drittel durchzusetzen. Und nach dem Ausgleich? Die Borussen zeigten eine gute Reaktion und hatten sechs Minuten später das Spiel gedreht. Honorat ließ Bornauw mit einem Übersteiger aussteigen, zog in die Mitte und spielte quer zu Ngoumou, der die Kugel  aus kurzer Distanz an VfL-Kepper Pervan vorbei zum 2:1 in den Maschen versenkte (58.).

Joker Hack mit dem Lattentreffer

Binnen sechs Minuten hatten sich die Fohlen zurückgekämpft und sogar auf die Siegerstraße gebracht. Diese galt es jetzt zu verteidigen. Zwanzig Minuten vor Schluss nahm Seoane die Torschützen vom Feld und brachte Reitz und Hack (70.). Und Hack war gerade sechs Minuten auf dem Platz, da hätte er für die Entscheidung sorgen können. Reitz hob den Ball aus dem Rückraum vor das Wolfsburger Tor, wo sich Hack hochschraubte und den Ball per Kopf verlängerte, aber lediglich die Querlatte traf (76.).

Joker Reitz sorgt für die Entscheidung

Nicht zuletzt aufgrund des knappen Spielstands lebte die Schlussphase von der Spannung. Der eingewechselte Reitz nahm diese dann und sorgte mit seinem Treffer zwei Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Čvančaras Hereingabe fälschte Arnold ab. Aus dem Rückraum nahm sich Reitz die Kugel und versenkte die Kugel aus der Drehung zum 3:1 in den Maschen (88.).

Bis zum Schluss gaben die Borussen den Vorsprung nicht mehr her und konnten sich über einen wichtigen Auswärtssieg freuen, nach dem man sich acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz erarbeitet hat und wieder beruhigter arbeiten kann.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Parvan – R. Baku (73. Cerny), Bornauw, Jenz, Maehle – Arnold, Gerhardt – Wimmer (57. Majer), Svanberg (89. Vranckx), Tiago Tomas (57. Sarr) – Wind (73. Behrens)

Weiter im Kader: Klinger (ETW), Fischer, Amoako, Kaminski

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Elvedi, Friedrich, Wöber – Lainer, Weigl, Itakura (70. Hack), Netz – Honorat (88. Jordan) Plea (82. Čvančara), Ngoumou (70. Reitz)

Weiter im Kader: Nicolas (ETW), Chiarodia, Herrmann, Ranos

Tore: 1:0 R. Baku (7.), 1:1 Itakura (53.), 2:1 Ngoumou (58.), 3:1 Reitz (88.)

Gelbe Karten: Bornauw, Wimmer / Hack, Omlin

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zuschauer: 23.000 (Volkswagen-Arena (Wolfsburg)

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