3:3! Borussia gibt in Freiburg Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

Enttäuschte Borussen nach dem 3:3 in Freiburg. Foto: Dirk Päffgen

Mit 3:3-Untenschieden trennte sich Borussia Mönchengladbach am Samstag vom SC Freiburg. Jordan Siebatcheu, Alassane Plea und Julian Weigl trafen für die Fohlenelf, die in der Nachspielzeit den möglichen Dreier noch aus den Händen gab.

Gerardo Seoane musste im Breisgau weiterhin auf Stefan Lainer (Krebserkrankung), Hannes Wolf (Meniskusriss im Knie) Jonas Omlin (Reha nach Schulter-OP), Ko Itakura (OP am Sprunggelenk), Tony Jantschke (muskuläre Probleme) und Yvandro Borges Sanches (Muskelverletzung im Oberschenkel) verzichten. Zudem stand Manu Koné nicht zur Verfügung. Der Franzose, der im Pokal noch in der Startelf gestanden hatte, musste in der Liga aufgrund seiner Roten Karte noch ein Spiel aussetzen. 

So gab es im Vergleich zum Weiterkommen im Pokal zwei personelle Änderungen: Alassane Plea begann im 4-2-3-1-System für den gesperrten Koné und Franck Honorat bekam den Vorzug vor Robin Hack.

Nicolas gleich mit einem starken Reflex 

Die Partie begann mit einer guten Möglichkeit für den Sport-Club. Nach einem Freistoß von Ginter verlängerte Höler mit dem Kopf auf Röhl, der aus sechs Metern abzog, aber am stark parierenden Nicolas scheiterte (2.). Freiburg diktierte in den ersten Minuten das Geschehen und suchte den Weg nach vorne. So wie in Minute 4, als Nicolas eine Flanke von Grifo unter sich begraben konnte.

Höler vergibt erst, sorgt dann aber für die verdiente Führung  

Auch die nächste Gelegenheit gehörte den Hausherren. Nach Ecke von Doan stand Höler am langen Pfosten völlig frei, traf die Kugel aber nicht richtig und schoss in die Arme von Nicolas. Kurze Zeit später machte es der Freiburger dann aber besser. Sildillia schickte Röhl rechts in die Tiefe, im Strafraum angekommen legte Röhl den Fünfer entlang. Wieder stand Höler völlig blank und versenkte diesmal die Kugel zum 1:0 für den Sport-Club (7.).

Eine frühe und verdiente Führung für den SC, der in der Anfangsphase besser war. Für die Fohlen war den Rückstand ein Wirkungstreffer. Zwar bemühten sie sich, fanden aber weder Lösungen noch Lücken, um den SC zu knacken. Und auch die hohen Bälle kamen nicht an. So hatte Freiburg kaum Mühe, sein Tor zu verteidigen.

Ein Standard bringt den Ausgleich

Doch plötzlich stand es 1:1. Honorat führte einen Freistoß kurz aus und fand Weigl. Der speilte in den Strafraum auf Netz, der am linken Pfosten frei stand und Jordan in der Mitte fand. Der Angreifer setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und vollendete per Kopf zum 1:1-Unentschieden (25.).

Plea dreht das Spiel komplett

Ein Tor, das sich alles andere als abgezeichnet hatte. Und vier Minuten später hatten die Fohlen das Spiel komplett gedreht. Nach einem Ballgewinn am eigenen Strafraum setzte Weigl Plea in Szene. Der Franzose machte sich auf und davon und versenkte die Kugel zum 1:2 in den Maschen (29.).

Weigl mit der Vorentscheidung vom Punkt

Binnen vier Minuten hatten die Borussen das Spiel auf den Kopf gestellt. Freiburg hatte an dem Doppelschlag sichtlich zu knabbern, während die Fohlen das Spiel dominierten und immer wieder Offensivakzente setzten.

Zehn Minuten später sorgte Weigl dann vom Punkt für die Vorentscheidung. Lienhart brachte Jordan im Strafraum zu Fall. Dr. Felix Bruch schaute sich die Szene an und entscheid auf Strafstoß. Weigl scheiterte zwar erst an Atubolu, doch der Keeper hatte sich zu früh von der Linie entfernt, sodass es eine Wiederholung gab. Diesmal machte es der Kapitän besser und versenkte zum 3:1 für die Fohlen (39.).

Auch danach spielten nur die Fohlen, Freiburg war geschockt. Kurtz vor der pause musste dann Jordan vom Platz, Hack kam (43.). Mit einem 3:1 ging es für die Fohlen in die Kabinen. Nach einer schwachen Anfangsphase drehten die Borussen auf und erzielten drei Tore.

Borussia lässt kaum was zu, dann trifft Weißhaupt

In der zweiten Hälfte war der SC natürlich gefordert, wollte er nicht punktlos bleiben. Die Fohlen ließen die Hausherren gewähren. Mitunter zu viel, weshalb Freiburg zu ordentlichen Möglichkeiten kam. So wie nach etwas über einer Stunde, als Weißhaupot die Kugel ebenso nicht in den Maschen unterbringen konnte wie Grifo (63., 64.). Eine Minute später fasste sich Hack ein Herz, scheiterte aber an Atubolo (65.). Die Borussen standen weiter tief und lauerten auf Konter.

Grifo bestraft Borussia in der Nachspielzeit 

Generell war das aber zu passiv, wofür dann auch die Quittung kam. Nach einem langen Ball kam Weißhaupt an die Kugel und vollendete zum 2:3 (70.). Ein Gegentor, nach dem die Borussen mehr oder weniger gebettelt hatten. Freiburg wollte jetzt natürlich mehr und machte weiter Druck, die Borussen hatten einiges zu tun. Beinah hätte Čvančara die Kugel in den eigenen Maschen versenkt, traf per Kopf aber Gott sei Dank nur die Latte (83.).

Es kam aber noch bitterer für die Fohlen. in der sechsten Minute der Nachspielzeit erzielte Grifo den viel umjubeleten und am Ende auch verdienten Ausgleich. Weißhaupt wurde von Chiarodia in der Luft getroffen. Elfmeter die Folge. Der Ex-Borusse blieb cool und vollendete zum 3:3.

Das war der Schlusspunkt unter einer turbulenten Partie, die unter dem Strich gerechterweise 3:3-Unentschieden endete. Die Borussen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, sich in der zweiten Hälfte zu sehr “zurückgelehnt” zu haben.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

SC Freiburg: Atubolu – Sildillia, Ginter, Lienhart, Kübler (46. Makengo) – Höfler – Doan (59. Weißhaupt), Eggestein, Röhl (59. Gregoritsch) – Höler

Weiter im Kader: Müller (ETW), Gulde, Schmidt, Keitel, Adamu

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Wöber, Netz (80. Chirarodia) – Weigl, Reitz – Honorat (81. Kramer), Plea (71. Čvančara), Ngoumou (71. Friedrich) – Jordan (43. Hack)

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Neuhaus, Herrmann, Ranos

Tore: 1:0 Höler (7.), 1:1 Jordan (25.), 1:2 Plea (29.), 1:3 Weigl (39., Foulelfmeter), 2:3 Weißhaupt (70.), 3:3 Grifo (90.+6)

Gelbe Karten: Lienhart, Ginter / Netz, Weigl

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer: (Europa-Park-Stadion)

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