Dritter Sieg: Fohlenelf schlägt Hansa Rostock mit 3:1

Lukas Ullrich traf in Rostock per Kopf zum 1:0, Endstand 3:1 für die Fohlen. Foto: picture alliance / Fotostand | Voelker

Borussia Mönchengladbach hat auch das dritte Testspiel der Sommervorbereitung erfolgreich gestaltet. Am Samstag gewannen die Borussen bei Drittligist FC Hansa Rostock mit 3:1. Bei der Premiere von Neuzugang Daiki Hashioka erzielten Lukas Ullrich, Kevin Stöger und Isac Lidberg die Tore für die Fohlenelf, die sich vor allem nach der Pause spielfreudig zeigte und ihre Chancen nutzte. 

Es wir weiterhin viel gearbeitet bei den Borussen. Nach sechs intensiven und schweißtreibenden sechs Trainingseinheiten stand für die Borussen die dritte Leistungsüberprüfung in Form eines Testspiels auf dem Programm. Einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager an den Tegernsee leger der Fohlen-Tross einen Zwischenstopp an an der Ostesse ein. Beim FC Hansa Rostock, der eine Woche vor dem Drittliga-Auftakt an diesem Wochenende seine Saisoneröffnung feiert, bot sich die Gelegenheit, gegen einen ordentlichen Gegner  

Borussias Trainer Eugen Polanski musste an der Ostsee auf Yukhym Konoplia (Innenbandanriss im rechten Knie), Fabio Chiarodia (Muskelfaserriss), David Herold und Zento Uno (beide angeschlagen), Joe Scally, Nico Elvedi, Gio Reyna, Hashioka, Enzo Leopold (geschont) sowie auf die Torhüter Tobias Sippel und Jan Olschowsky verzichten. Zudem hatte Jens Castrop das Aufwärmen abgebrochen und musste ebenso passen. Auch Nathan Ngoumou fehlte. Unterdessen werden bis auf Konoplia und Chiarodia, die beide ihre Reha in Mönchengladbach absolvieren, alle mit in Rottach-Egern dabei sein.

So bot der 40-Jährige im 4-2-3-1-System zunächst folgende Fohlenelf auf: Vor Torhüter Daniel Batz bildeten Dillon Berko (rechts), Jan Leszczyński Kevin Diks und Lukas Ullrich (links) die Viererabwehrkette, während Philipp Sander und Florian Neuaus als Doppel-6 aufliefen. Auf den Außen spielten Wael Mohya (rechts) und Robin Hack (links), auf der Zehn Hugo Bolin. Als Sturmspitze lief Tim Kleindienst auf.

Rostock steht tief, Borussen suchen Lösungen

Der Anpfiff verzögerte sich aufgrund eines medizinischen Notfalls auf den Rängen um 43 Minuten. Dann wurde Fußball gespielt und die Partie hatte bei tollstem Fußballwetter einen recht verhaltenen Beginn. Beide Teams suchten zwar die Offensive, nennenswerte Möglichkeiten gab es zunächst aber nicht. Vor allem die Gastgeber standen tief und ließen den Borussen kaum Raum. Da halt es Lösungen zu finden, die aber noch auf sich warten ließen.

Nach etwas über einer Viertelstunde dann der erste gute Angriff der Borussen. Ullrich brach links durch und spielte ins Zentrum auf Kleindienst vor dem Kasten. Der Kapitän verfehlte den Ball nur knapp (16.). Drei Minuten später dann der FC Hansa. Im Anschluss an eine Ecke kam Wallner an die Kugel und setzte seinen Kopfball nur knapp über das Gehäuse (19.). Wenige Minuten später kam Neuhaus nach Kleindienst-Ablage zum Schuss, aber die Kugel trudelte am Tor vorbei (24.).

Kaum Höhepunkte

Im weitern Verlauf der ersten Hälfte gab es im wahrsten Sinne eher Sommerfußball und die Partie war eher etwas für Taktik-Liebhaber. Beide Defensivblöcke standen sicher und boten kaum etwas an, um zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. Generell fehlte es bei den Borussen aber am nötigen Tempo und zündenden Ideen, um den Drittligist in Verlegenheit zu bringen.

Zwei Minuten vor der Pause dann nochmal ein zaghafter Angriff der Fohlenelf. Neuhaus fand Bolin mit einem langen Ball, aber Keeper Unbehaun hatte aufgepasst (43.). Dann noch mal die Fohlen. Mohya setzte auf dem rechten Flügel Sander in Szene. Dessen Flanke erreichte Kleindienst in der Mitte. Sein wuchtiger Kopfball war allerdings zu zentral, sodass Unbehaun wenig Mühe hatte (45.). Auf der Gegenseite konnte sich auch Batz auszeichnen, der einen Kopfball zur Ecke abwehrte, die im Anschluss nichts einbrachte (45.+2). 

So ging es torlos in die Kabinen. Lange Zeit kamen beide Teams nicht zu Möglichkeiten, weil die Defensiven kaum etwas zuließen. Zum Ende der ersten Hälfte hatten beide Teams dann Möglichkeiten zur Führung. Bei den Borussen fehlte es insgesamt an Bewegung und Tempo, gepaart mit Ideen, die dem FC Hansa gefährlich werden können.

Ullrich bringt die Fohlen nach der Pause in Front, Stöger erhöht

Zum Zeiten Durchgang nahm Polanski dann mehrere Wechsel vor. Unter anderem kam Daiki Hashiokai) zwei Tage nach seiner Verpflegung zu seinem ersten Einsatz im Fohlen-Dress. Und vierMinuten nach Wiederanpfiff lagen die Fohlen dann in Front. Hashioka brachte eine Flanke an den Sechzehner, wo Ullrich zum Kopfball kam und die Kugel perfekt im res hüten unteren Eck zum 1:0 versenkte (49.).

Fünf Minuten später hatte des Schiedsrichter Danket wortwörtlich umgehauen. Der Unparteiische war mit Machino zusammengerauscht, konnte nach kurzer Behandlung aber das Spiel weiter leiten. Nach einer knappen Stunde stand es dann 2:0 für die Fohlen – und das nach einem tollen Freistoßtor von Stöger, der mit einem gefühlvollem Schuss über die Mauer ins linke Eck traf (58.). Wenige Minuten später ein Konter der Fohlen. Honorat machte sich auf die Reise und suchte den Abschluss, doch Kölle hielt rechtzeitig den Fuß dazwischen (66.).

Lidberg trifft, Kölle mit dem Ehrentreffer

Zwei Minuten später ein guter Abschluss von Karada, den Nicolas zur Ecke lenkte (68.). dafür saß die nächste Möglichkeit der Fohlen. Lidberg schnappte sich kurz vor dem Strafraum den Ball, drang in den Strafraum ein und versenkte seinen Flachschuss unhaltbar für Unbehaun in den Maschen (71.).

Den Schlusspunkt setzten dann die Hausherren. Erst prüfte Brzozowski Nicolas, der die Kugel nur zur Seite prallen lassen konnte. Kölle hatte aufgepasst und traf erst den Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor ging (90.).

Für die Borussen war es einen Trag vor der abreise ins Trainingslager an den Tegernsee ein verdienter und der dritte Sieg im dritten Testspiel. Nach einer eher mäßigen ersten Hälfte steigerten sich die Fohlen nach der pause deutlich und erzielten drei sehenswerte Tore. Wie immer gilt bei solchen Spielen: Es ist und bleibt ein Testspiel, dessen Bedeutung – sei es in die eine oder andere Richtig – nicht allzu hoch gesetzt werden sollte. Zu tun gibt es aber dennoch einiges. Das hat vor allem die erste Hälfte gezeigt. Derweil wusste Leszczyński in der Defensive erneut mit Ruhe und Übersicht zu überzeugen. Nach einer Nacht an der Ostsee geht es für den VfL-Tross dann am Sonntagmorgen ins Trainingslager an den Tegernsee, wo neben zahlreichen Einheiten auch zwei Testspiele auf dem Plan stehen. Bleibt zu hoffen, dass dann Castrop auch wieder mit von der Partie sein kann.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

FC Hansa Rostock: Unbehaun – Bohnert, Wallner, Kölle, Carstens – Schuster (82. Brzozowski), Karada (69. Voglsammer) – Dirkner (82. Faktic), Dajaku (30. Krauß), Dietze (69. Kiedl) – Lennemann (69. Michaelis)

Borussia Mönchengladbach: Batz (46. Nicolas) – Berko (63. Danfa), Leszczyński (46. Hashioka), Diks (64. Meiser), Ullrich (64. Biber) – Sander (46. Stöger), Neuhaus (46. Nguefack) – Hack (46. Honorat), Bolin (46. Machino), Mohya (46. Fleck) – Kleindienst (46. Lidberg)

Tore: 0:1 Ullrich (49.), 0:2 Stöger (58.), 0:3 Lidberg (71.), 1:3 Kölle (90.)

Gelbe Karten: – / Neuhaus, Hashioka, Berko

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zuschauer: 20.004 (Ostseestadion)