Borussia kassiert in Leipzig »eine verdiente Niederlage«

Julian Weigl schlendert enttäuscht vom Platz. Foto: picture alliance/dpa | Robert Michael

Borussia Mönchengladbach musste sich in Leipzig nach einem erneut schwachen Auftritt geschlagen geben. Vor allem in der Offensive präsentierte sich die Fohlenelf viel zu harmlos und hatte als spielerisches Mittel überwiegend lange Bälle auf Jordan parat. In den nächsten drei Spielen wird sich entscheiden, wohin die Reise in der verbleibenden Spielzeit geht. Der Nachbericht mit den Reaktionen, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Todesfälle überschatten das Spiel 

Das Spiel zwischen Leipzig und Borussia Mönchengladbach war gespenstig. Zum einen lag das am schwachen Auftritt der Fohlen, zum anderen aber auch von den zwei Todesfällen, die das Spiel überschatteten. Die Borussen-Fans erfuhren auf dem Weg zum Auswärtsspiel vom Tod eines Mitgliedes der aktiven Fanszene. Im Leipziger-Block verstarb am Samstagabend sogar ein Fan während des Spiels.

Dass die DFL davon ziemlich unbeeindruckt die Maschinerie weiter laufen ließ, zeigt einmal mehr, worum es dem Liga-Ausrichter geht: Geld. Wir wünschen den Familien und Freunden viel Kraft in diesen schweren Stunden! Auch Rocco Reitz drückte sein Mitgefühl aus: »Dass die Stimmung im Stadion so verhalten war, ist absolut verständlich. Die Nachrichten über die beiden Todesfälle sind schrecklich. Die Mannschaft ist mit den Gedanken bei den Angehörigen.«

Sportlich ging, das hatte man schon im Vorfeld so erwartet, nicht viel für die Elf vom Niederrhein. Die Hausherren gaben schon mit dem frühen Treffer die Richtung vor. »Das frühe Gegentor hätten wir besser verteidigen müssen. Schlussendlich haben wir verdient mit 0:2 verloren«, musste Nico Elvedi zugeben.

Zwar haben die Fohlen laut Julian Weigl »den Leipzigern zu viele Chancen angeboten«, doch ein wahres Feuerwerk brannten die Hausherren nicht ab. Hätten die Fohlen offensiv mal etwas mutiger und kombinationssicherer agiert, wäre sicherlich etwas Zählbares drin gewesen. Doch die Fohlen konzentrierten sich überwiegend auf lange Bälle auf Jordan, das war definitiv eine zu einfache Spielweise. Lediglich in der zweiten Halbzeiten wurden die Fohlen laut Weigl etwas wacher: »Ich finde, in der zweiten Halbzeit haben wir es mit dem Ball etwas besser gemacht. Wir waren mutiger, haben uns mehr zugetraut, waren dann aber nicht zwingend genug.«

Es warten die Wochen der Wahrheit 

Borussias Trainer Gerardo Seoane sah, zumindest teilweise, einen ordentlich Auftritt. Aber auf der anderen Seite monierte der Schweizer auch zahlreiche Dinge. »Wir sind über das Ergebnis enttäuscht. Meine Mannschaft hat das Spiel phasenweise gut angenommen und es gab auch positive Ansätze in unserem Spiel. Genauso gab es aber einige Dinge, die wir verbessern müssen, weil sie einen großen Einfluss auf das Resultat haben. Beispielweise das Durchsetzungsvermögen – dass man sich gegen den Gegner behaupten und die Zweikämpfe für sich entscheiden kann zum Beispiel. Offensiv hat zudem die letzte Entschlossenheit gefehlt. Wir waren da unsauber und nicht präzise genug im Abschluss«, lautete das Fazit des 45-Jährigen. 

Zumindest in Bezug auf den Ballbesitz verbesserten sich die Borussen im Gegensatz zu den Auswärtsspielen in Leverkusen und München stark, denn diese Wertung ging mit 51 Prozent an die Gladbacher. Ein schwacher Trost, von dem sich die Mannschaft definitiv nichts kaufen kann. Auf die Fohlen warten jetzt die Wochen der Wahrheit, denn mit Bochum, Mainz und Köln stellten sich die Borussen unangenehmen Gegnern, die gegen den Abstieg spielen. Damit die Gladbacher nicht auch noch in den Abstiegsstrudel geraten, muss am nächsten Samstag im Borussia-Park dringend ein ‚Dreier‘ her. 

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