Nach Auflösungserscheinungen gegen Freiburg – »Haben Verständnis für die Fans«

Komplizierte Gemütslage bei Spielern und Fans nach dem Auftritt gegen Freiburg. Foto: Dirk Päffgen

Mit der sehr enttäuschenden Leistung und dem 0:3 gegen Freiburg ist die Stimmung bei Borussia umgeschlagen. Dafür sorgte ein Auftritt der Fohlenelf, der viele Fragezeichen aufwirft. Nach dem Spiel gingen die Verantwortlichen auf Erklärungssuche. Unser Nachbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Fans äußern ihren Unmut 

Der Frust der treuen Anhänger in der Nordkurve nach dem Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem SC Freiburg war groß. Nur langsam und mit hängenden Köpfen schlenderte die Fohlenelf in Richtung Nordkurve, aus der ihnen der ganze Zorn und Frust der letzten Wochen entgegenkam. Im Gegensatz zu den Spielern gaben die Fans bei Wind und Wetter immer alles, doch das Faß wurde nach der fragwürdigen Leistung gegen Freiburg zum überlaufen gebracht. »Natürlich haben wir Verständnis für unsere Fans. Sie haben uns die komplette Saison über gepusht. Leider liefern wir aktuell aber keine positiven Resultate. Deshalb ist der Frust bei ihnen da«, sagte Jonas Omlin, der sich ein schöneres Comeback hätte vorstellen können. »Meine Rückkehr habe ich mir natürlich anders vorgestellt. Auch ich muss weiter an mir arbeiten, genau wie die komplette Mannschaft.«

Die Stimmung ist also endgültig gekippt und von der Aufbruchstimmung zu Saisonbeginn ist lägst nichts mehr zu spüren. Stattdessen stagniert die Entwicklung der Mannschaft seit vielen Wochen, gegen die Freiburger fielen Borussia vor allem in der zweiten Halbzeit keine spielerischen Lösungen ein. Der gewährte Kredit für die ausgerufene ‚Umbruchssaison‘ ist aufgebracht, nun ist die Mannschaft in der Schuld. »Wir müssen jetzt wieder liefern und unsere Fans abholen«, stellte Omlin klar. 

Zwei frühe Gegentore 

In der ersten Halbzeit agierten die Fohlen trotz des frühen Rückstands auf Augenhöhe mit den Gästen aus dem Breisgau, doch der zweite Abschnitt glich schon einem Offenbarungseid. »Die erste Hälfte war noch ganz okay. Nach dem unglücklichen Rückstand haben wir uns zurückgekämpft und uns einige Chancen herausgearbeitet. Vor allem bei Ecken waren wir sehr gefährlich. In der zweiten Halbzeit wollten wir da anknüpfen, doch der frühe zweite Gegentreffer war ein herber mentaler Schlag. Trotzdem hätten wir uns danach nicht so ergeben dürfen, sondern in Ruhe weiterspielen müssen«, äußerte sich Omlin. 

Für Gerardo Seoane lag ein großes Manko in der Offensive, in der er bei beiden Teams einen qualitativen Unterschied ausmachte: »Man hat in beiden Strafräumen einen großen Unterschied zwischen den beiden Mannschaften gesehen. Wir waren nicht klar, zu ungenau und nicht entschlossen genug.« Der Knackpunkt für den Schweizer war aber das frühe Gegentor nach der Pause. »Wenn man dann direkt nach der Pause den nächsten Rückschlag hinnehmen muss, hat das natürlich auch einen mentalen Impact auf das Spiel.« Laut dem 45-Jährigen gilt es, »die Niederlage aufzuarbeiten und am nächsten Wochenende in Wolfsburg wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.«

Wohin führt der ‚Borussia-Weg‘?

Worte, die man im Verlaufe der Saison und vor allem in den letzten drei Jahren schon oft gehört hat. Wichtig ist allerdings, dass nun auch endlich mal Taten folgen. Seit mittlerweile drei Spielzeiten ist die Frustration bei den Anhängern zum nahezu identisch Zeitpunkt, nämlich im März, extrem hoch und die Mannschaft befindet sich immer wieder an einem denkbar schlechten Punkt. Die alleinige Schuld nun schon beim dritten Trainer in Folge zu suchen, wäre deutlich zu einfach. Vielmehr müssen sich nun alle handelnden Personen, die ins sportliche Geschäft eingebunden sind, hinterfragen und den Abwärtstrend der vergangenen Jahre stoppen. Denn: Eine Entwicklung kann nicht mit Beginn einer neuen Saison einfach gestoppt werden, es braucht jetzt weitsichtige Lösungen und Maßnahmen. Es müssen auch Antworten auf die Frage gefunden werden, welche Abbiegung man beim ‚Borussia-Weg‘ jetzt nimmt. Fakt ist, so darf es nicht jedes Jahr aufs neue weitergehen.

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