Nach dem Remis in Heidenheim – »Wir müssen jetzt Lösungen finden«

Die Borussen waren nicht zufrieden mit dem Punkt in Heidenheim. Foto: Dirk Päffgen

Nichts geworden ist es für Borussia Mönchengladbach mit dem Sieg im Jubiläumsspiel. Im 1900. Bundesligaspiel der Gesichte holten die Fohlen in Heidenheim einen glücklichen Punkt.  Wie in Saarbrücken mangelte es gerade in der zweiten Halbzeit offensiv an Durchschlagskraft und Ideen. Die Beteiligten sahen das hinterher genauso.

Das blamable Pokalaus war und ist immer noch nicht verdaut, da ging es für die Borussen nach Heidenheim. Dass die Borussia nach dieser Partie wettbewerbsübergreifend mittlerweile seit elf Auswärtsspielen sieglos ist, hat Gründe. Vor allem den, dass man es nicht hinbekommt, zwei gleichwertige Halbzeiten auf die ‚Platte‘ zu bringen.

»Uns fehlt momentan die Konstanz innerhalb eines Spiels«, brachste es Robin Hack auf den Punkt und haderte: »Wie schon in Saarbrücken sind wir auch in Heidenheim wieder gut in die Partie gestartet. Und dann ziehen wir uns irgendwie zurück und lassen den Gegner kommen.«

Der Torschütze ist aktuell so ziemlich der einzige, der was macht, wenn er auf dem Platz ist. Das Führungstor war das vierte Tore in den letzten drei Pflichtspielen. Zuvor traf der 25-Jährige doppelt im Derby und dann in Saarbrücken.

Dass die frühe Führung nicht reichte lag daran, dass die Borussen förmlich um den Ausgleich bettelten. Auch wenn der Treffer von Dinkci eines der Marke Traumtor war, so darf dieses Gegentor wie so viele niemals fallen. Viel zu einfach wurde es ihm gemacht, sich den Ball zurecht zu legen und dann im Winkel zu versenken.

Man hat sich vom Aufsteiger einlullen lassen und hat für kaum Entlastung gesorgt. Und die Borussen hatten Glück (einmal Pfosten), dass Heidenheim beim Sturmlauf nicht noch einmal traf. Am Ende müssen wir glücklich sein, zumindest einen Punkt mitgenommen zu haben, musste Florian Neuhaus zugeben. »In der zweiten Hälfte hat Heidenheim uns extrem unter Druck gesetzt – das hat uns letztlich den möglichen Sieg gekostet«, stellte Hack fest.

»In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise gut nach vorne kombiniert und die eine oder andere gefährliche Situation herausgespielt. Nach der Pause haben wir uns bis zur 70. Minute viel zu weit hinten reindrängen lassen«, monierte Gerardo Seoane. »Die Heidenheimer haben vor allem bei Standardsituationen immer wieder für Gefahr gesorgt. In der letzten Viertelstunde hatten wir dann wieder mehr Ballbesitz und haben das Spiel unter Kontrolle bekommen.«

»Im zweiten Durchgang haben wir dann den Faden verloren und nicht mehr die spielerischen Lösungen gefunden. Wir haben begonnen, mehr weite Bälle zu schlagen, haben uns hinten reindrängen lassen, deshalb konnte Heidenheim noch einmal richtig Druck aufbauen«. »Sie haben immer einen freien Mann gefunden und sind viel über Flanken gekommen. Das darf uns in der Art und Weise einfach nicht passieren, ist uns aber in dieser Saison schon viel zu häufig passiert. Wir müssen jetzt Lösungen finden.«

In der Tat. Und dazu muss man auch mit diesem Personal in der Lage sein – nicht zuletzt gegen einen Aufsteiger, der bei weitem nicht die Qualität hat, wie die Borussen. So verabschiedet man sich mit einem schmeichelhaften und spielerisch abermals enttäuschenden 1:1-Remis in die Länderspielpause.

»Wir sind enttäuscht, lassen die Köpfe aber nicht hängen und versuchen positiv nach vorne zu schauen«, gab Hack die Parole aus. »Wenn wir Woche für Woche hart arbeiten, werden die Erfolgserlebnisse auch wieder zurückkommen.«

Dass die Borussen auch in Heidenheim gekämpft haben, ist so. »Ich finde, dass die junge Mannschaft nach der berechtigten Kritik der vergangenen Tage kampfstark, solidarisch und geschlossen aufgetreten ist«, sagte Seoane. Aber es war unter dem Strich eben zu wenig, was sie gezeigt haben. In der Länderspielpause kann man nun noch einmal die Kräfte bündeln, um dann den Endspurt bestmöglich zu bestreiten.

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