Nach Remis in Leverkusen – »Irgendwie haben wir dieses Glück auch erzwungen«

Lars Stindl war in Leverkusen der entscheidende Faktor für Borussia. Foto: Dirk Päffgen

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würden die Dinge in Leverkusen ihren normalen Lauf nehmen: Borussia lag auswärts mal wieder früh in Rückstand und präsentierte eine dürftige erste Halbzeit. Mit der Einwechslung von Lars Stindl nahm die Partie aber nochmals eine andere Dynamik und die Fohlen erzwangen das Remis. Unser Nachbericht mit den Reaktionen der Verantwortlichen, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Bereits vor der Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach herrschte große Aufregung. Allerdings schrieben die Fohlen (mal wieder) keine sportlichen Schlagzeilen, vielmehr spielte sich das Geschehen abseits des Platzes ab. Nach einem Bericht der ‚Rheinischen Post‘ ist die Trennung zwischen Borussia und Daniel Farke beschlossene Sache. Kurze Zeit später dementierte Roland Virkus die Meldung gegenüber dem ‚Kicker‘ und betonte, dass die Gerüchte nicht der Wahrheit entsprechen. 

Fakt ist, Farke saß jedenfalls in Leverkusen auf der Trainerbank. Eine Trennung nach der Saison erscheint allerdings realistischer denn je. Nach der Partie bezog auch Christoph Kramer bei ‚Dazn‘ Stellung und nahm vor allem die Mannschaft in die Pflicht. Der Weltmeister von 2014 machte deutlich, dass sich die jetzige Situation bereits seit über zweieinhalb Jahren zieht und das Team nicht den nächsten Coach verschleißen kann. Wie es nach dem letzten Spieltag also mit Farke weitergeht, ist noch völlig offen. Das Verhältnis zwischen den Fohlen und dem aktuellen Trainer ist bei all diesen Gerüchten aber wohl kaum noch zu kitten. 

Lars Stindl avanciert zum Matchwinner

In Leverkusen hingegen konnten die Fohlen einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen und zeigten Moral. Wenngleich man an dieser Stelle auch betonen muss, dass die Werkself beide Treffer mehr oder weniger auflegte. »Der Punktgewinn ist in unserer momentanen Situation sehr wichtig für die Gemütslage. In der ersten Halbzeit waren wir nicht so griffig. Hinten heraus war der Ausgleich in meinen Augen auch nicht unverdient, weil wir viel investiert haben und zuvor auch schon die eine oder andere Chance hatten. Natürlich war es ein krasser Abspielfehler, der zum 2:2 geführt hat, doch irgendwie haben wir dieses Glück auch erzwungen«, sagte Lars Stindl. 

Der ‚Capitano‘ war mit seinem Treffer zum 2:2 der Matchwinner und traf bereits zum dritten Mal in Folge. Fraglich, warum Farke nicht von Beginn an auf die Qualitäten von Stindl setzte. Am kommenden Samstag absolviert 34-Jährige sein letztes Spiel im Trikot der Fohlen und verlässt den Verein in Richtung Heimat Karlsruhe. In Leverkusen stellte er einmal mehr unter Beweis, welche Bedeutung er für den Verein hat. »Dass ausgerechnet Lars Stindl in seinem letzten Auswärtsspiel für uns der Ausgleich erzielt hat, freut mich sehr für ihn. Er ist ein super Spieler und ein toller Kapitän. Ich freue mich immer, mit ihm zusammenzuspielen«, erklärte Kramer. 

Eine Reaktion gezeigt 

Julian Weigl war am Sonntagabend vor allem mit der Reaktion der Mannschaft einverstanden: »Nach dem frühen 0:2 haben bestimmt viele Leute gedacht, dass es einen ähnlichen Spielverlauf wie am vergangenen Wochenende in Dortmund gibt. Ich fand, dass wir aber schon in der ersten Hälfte kein schlechtes Spiel gemacht haben, allerdings waren wir in der einen oder anderen Situation einfach zu unaufmerksam. Mit der zweiten Hälfte können wir sehr zufrieden. Jeder hat gespürt, dass hier noch etwas möglich ist. Nach einem 0:2-Rückstand so noch einmal zurückzukommen, ist wirklich gut. Wir haben damit gezeigt, dass wir uns auch innerhalb einer Partie gegen Widerstände wehren können. Das war ein ganz wichtiges Zeichen.«

Auch Farke zeigte sich nach dem Remis zufrieden: »Ich bin aber richtig stolz auf die Reaktion meiner Mannschaft. In unserer aktuell schwierigen Situation trotz eines 0:2-Rückstands bei einer der konterstärksten Mannschaften Europas so eine zweite Halbzeit abzuliefern, ist wirklich top. Wir sind immer drangeblieben und haben die Tore erzwungen. Der Ausgleich war mehr als verdient. Am Ende müssen wir sogar fast unzufrieden sein, dass wir das Spiel nicht noch gewonnen haben.« Nun wird der 46-Jährige wie gewohnt mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung auf den letzten Spieltag gegen den FC Augsburg gehen. Ob er dann zum letzten Mal auf der Bank von Borussia sitzt bleibt abzuwarten… 

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