Späte Niederlage in Hoffenheim »tut unmenschlich weh«

Drei Tore von Robin Hack reichten in Hoffenheim nicht aus. Foto: Dirk Päffgen

Borussia kämpfte sich in Hoffenheim zwar dreimal zurück ins Spiel, verlor am Ende aber dennoch. Damit verpassten es die Fohlen, in der Tabelle einen Befreiungsschlag zu landen. Dementsprechend ernüchternd fielen die Reaktionen aus. Unser Nachbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Robin Hack kann einem fürchterlich Leid tun. Schon zum zweiten Mal in dieser Folge erlebte der Neuzugang einen regelrechten ‚Sahnetag‘, zum zweiten Mal reichte seine starke Einzelleistung nicht aus. Im Derby gegen Köln avancierte er nach seiner Einwechslung mit einem schnellen Doppelpack mutmaßlich zum Derbyheld, doch das Spiel endete bekanntermaßen noch 3:3. In Hoffenheim war das Szenario ein anderes, denn Borussia egalisierte dreimal einen Rückstand und der 25-Jährige schnürte einen Hattrick. Schon wieder verpasste es vor allem die Defensive, daraus einen Nutzen zu ziehen und leistete sich zu viele Fehler. Logisch, dass Hack richtig enttäuscht war. »Diese späte Niederlage tut unmenschlich weh. Wir haben es in der zweiten Halbzeit viel ordentlicher gemacht als noch im ersten Durchgang. Wir haben uns zurückgekämpft, holen noch zwei Tore auf und bekommen dann ganz am Ende noch einen Konter und das 3:4«, erklärte der tragische Held. 

Fehler wurden bestraft 

Den Willen konnte man der Fohlenelf am Samstagnachmittag in Sinsheim nicht abstreiten, doch das alleine reicht in dieser Saison nicht aus. »Der Wille war da, die Einstellung stimmt. Negativ ist, dass wir zu viele Fehler gemacht haben in Zonen, in denen wir keine Fehler machen dürfen«, sagte Hack. Auch Julian Weigl sah es ähnlich wie der dreifache Torschütze: »Das darf uns nicht passieren. Es kann nicht sein, dass es 30 Sekunden nach dem 3:3 auf einmal in unserem eigenen Tor klingelt und du am Ende mit null Punkten dastehst. Und das mit dem Aufwand, den wir betrieben haben, auch wenn sicherlich nicht alles in unserem Spiel gut war. Ich ärgere mich selbst am meisten über meinen eigenen Fehler.«

Sportdirektor Nils Schmadtke sah es ähnlich und haderte damit, dass sich die Borussen nicht für ihre Comeback-Qualitäten belohnten. »Die Mannschaft kämpft sich gut zurück zum 3:3. In so einer Situation müssen wir verstehen und lernen, das Ergebnis zu verteidigen. Wir können dann nicht mit vier Mann vorne attackieren und hinten nicht schließen. Trotzdem hätte es noch ein, zwei Möglichkeiten gegeben, den Angriff zu verteidigen. Das haben wir nicht geschafft und das Gegentor bekommen. In der Defensive haben wir uns selber geschlagen durch Fehler, die wir als Team gemacht haben«, resümierte der 35-Jährige. 

Nur ein dünnes Punktepolster

Auch Gerardo Seoane »ärgerte es extrem, dass wir, nachdem wir zurückgekommen sind, nicht mit einem Punkt nach Hause fahren«. Dafür sorgte allerdings auch eine äußerst schwache erste Halbzeit, bei denen den Borussen offensiv so gut wie nichts einfiel. »Insgesamt war es eine enttäuschende erste Halbzeit, in der das Ergebnis noch das Beste für uns war. In der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel, haben aber leider den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht«, analysierte er. Der Schweizer stellte nach dem 30. Spieltag fest, dass es »eine ganze Menge aufzuarbeiten gibt«. 

Mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle war das Ergebnis, sowie auch weite Teile des Auftritts, besorgniserregend. Zwar durfte sich Borussia über die Niederlagen von Köln und Bochum ‚freuen‘, doch raus aus der Abstiegszone sind sie noch längst nicht. Noch immer beträgt das dünne Polster auf den 16. Platz fünf Punkte und am nächsten Sonntag kommt mit Union Berlin ein direkter Gegner in den Borussia-Park. Deshalb ist die Mannschaft gut beraten, langsam die notwendigen Punkte einzufahren, um hinter diese mehr als gebrauchte Saison auch tabellarisch einen Haken machen zu können. 

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