VollGAS-Analyse: Nach starkem Start folgte ein Auftritt mit angezogener Handbremse

Robin Hack ist mit neun Treffern Borussias bester Torschütze. Foto: Dirk Päffgen

In Bremen legte Borussia mit dem frühen Treffer eine starke Anfangsphase hin. Doch wie so oft verspielten die Fohlen eine Führung und präsentierten sich im Spielverlauf viel zu passiv. Florian Neuhaus setzte derweil ein Zeichen und spielte mit dem Feuer. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase, aus Mönchengladbach.

Robin Hack derzeit bester Torschütze 

Erst acht Minuten waren zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach gespielt, als Robin Hack die Gäste vom linken Niederrhein auf die vermeintliche Siegerstraße brachte. Die Gladbacher legten fulminant los und zeigten eine tolle Anfangsphase in einem sehr wichtigen Auswärtsspiel. Es war kein Zufall, dass Hack mal wieder einen Treffer erzielte. Der 25-Jährige schoss sein neuntes Saisontor und bestätigte seine starke Form. Nachdem der Offensivspieler seine ersten vier Bundesliga-Tore im heimischen Borussia-Park erzielte, traf er zuletzt fünfmal auswärts. Mit seinen neun Torerfolgen ist er der beste Torschütze der Borussen. Auch stark: Die Vorarbeit von Rocco Reitz. Zwei seiner drei Torvorlagen legte der 21-Jährige für Hack auf. Der Torschütze gab weiterhin VollGAS und zog die meisten Sprints aller Spieler an. 

Borussia und die verspielten Führungen 

Anschließend legte die Fohlenelf aber zum wiederholten Male in der Saison 2023/ 24 eine viel zu hohe Passivität an den Tag und konzentrierte sich ausschließlich darauf, die Führung zu halten. Ein Unterfangen, dass schon so oft kläglich schief ging und irgendwie nicht aus den Köpfen zu bekommen ist. Der Ausgleich durch Bremen war nur eine Frage der Zeit und irgendwie passte es zum Auftritt, dass auch noch individuelle Fehler das Gegentor einleiteten. Dass später auch noch das 2:1 für Werder fiel, war ein Spiegelbild der kompletten Spielzeit. Schon zum zwölften Mal verspielte Borussia eine Führung bei sieben Remis und fünf Niederlagen. In Summe ergibt das eine unglaubliche Zahl von 29 verlorenen Punkten. Kaum auszumahlen wo Borussia stehen würde, hätte man nur einen Bruchteil dieser Zähler eingefahren. 

Neuhaus’ Ritt auf der Rasierklinge 

Was man der Fohlenelf aber am Samstagnachmittag nicht abstreiten konnte, war die Moral. Denn irgendwie, auch mithilfe von kleineren taktischen Umstellungen, fanden die Gladbacher in der Schlussphase wieder in die Spur. Gerardo Seoane bot später jegliches offensives Personal auf, das noch auf der Bank saß. Dazu zählte auch Florian Neuhaus, der nach vier Partien ohne Einsatz mal wieder ein paar Minuten auf dem Platz stand. In der Nachspielzeit durfte sich Borussia auch beim Schiedsrichter-Gespann bedanken, dass sie noch einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Von der Regel her war der Strafstoß sicherlich korrekt, allerdings avancieren Handspiele mittlerweile zu einem leidigen Thema. 

Seis drum, den Fohlen kam es zugute. Neuhaus spielte bei der Ausführung mit dem Feuer, denn er war keineswegs der etatmäßige Schütze. Julian Weigl und Tomas Cvancara hatten sich auch berechtigte Chancen auf die Ausführung ausgemalt. Neuhaus setzte sich, vor allem gegen den Willen von Seoane, durch und verwandelte eiskalt. Borussias Trainer stand an der Seitenlinie und versuchte sogar noch, die Ausführung von Neuhaus zu verhindern. Dass ausgerechnet Seoane nach der Partie, völlig ohne Not, in die Offensive ging und Neuhaus dafür kritisierte, verdeutlicht das angespannte Verhältnis beider Parteien. Von einem Trainer erwartet man an dieser Stelle etwas mehr Fingerspitzengefühl, schließlich hätte man die Angelegenheit auch intern klären können. Der Stachel bei Neuhaus hingegen muss nach den letzten Wochen tief gesessen haben und er wollte für seine Mannschaft, aber auch für sein Standing bei Seoane ein Ausrufezeichen setzten. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Allerdings spielte er mit dem Feuer, denn bei einem vergebenen Elfmeter hätte er sich in große Bedrängnis gebracht. Dennoch ist das kleine Feuer positiv zu bewerten und es zeigt, dass sich einzelne Spieler wie Neuhaus nicht aufgegeben haben. Intern scheint zwischen einigen Spielern und dem Trainer wohl auch nicht alles zu passen, das bewies die Situation um Neuhaus. 

Für den Schlussspurt müssen aber alle nochmal an einem Strang ziehen. Borussia ist noch immer nicht gerettet und die Luft im Abstiegskampf bleibt relativ dünn. Deshalb sollte am besten schon im nächsten Heimspiel gegen Frankfurt ein Sieg her… 

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