Vor wichtigen Wochen: »Alle haben verstanden, in welcher Situation wir uns befinden«

Gegen Bochum muss Borussia die ganze Energie auf den Platz bringen. Foto: Dirk Päffgen

Borussias Heimspiel gegen Bochum markiert den Auftakt in richtungsweisende Wochen. Die Fohlen warten seit fünf Partien auf einen Sieg und kommen den Abstiegsrängen mittlerweile bedrohlich nah. Trotz dem Ausfall einiger Spieler sind die Fohlen mächtig unter Zugzwang. Unser Vorbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Erst einen Sieg fuhr Borussia Mönchengladbach im Kalenderjahr 2024 ein. Der Heimsieg gegen den VfB Stuttgart liegt sechs Wochen zurück, seitdem gab es drei Niederlagen und zwei Unentschieden. Zwar wirkte die Defensive zuletzt etwas stabiler, doch auch das half nichts, dass die Fohlen in der Bundesliga-Tabelle bis auf Platz 15 abrutschten. Zwar beträgt das Punktepolster auf den Relegationsplatz 16 noch sechs Zähler, doch in den nächsten drei Partien spielt Borussia gegen mehr oder weniger direkte Tabellennachbarn. 

Borussia ist sich dem Ernst der Lage bewusst 

Der Situation, so drückte es zumindest Gerardo Seoane aus, sind sich am linken Niederrhein alle bewusst. »Hier haben alle verstanden, in was für einer Situation wir uns befinden. Ich spüre, dass die Mannschaft sehr eng beieinander ist und gemeinsam an einem Strang zieht. Die Jungs versuchen, geschlossen als Team gegen die Widerstände anzugehen. Wir können die Tabelle lesen und wissen, dass jetzt ganz wichtige Spiele anstehen, in denen wir punkten müssen. Dennoch legen wir unseren Fokus nur auf das nächste Spiel. Unser Ziel ist, am Samstag unsere bestmögliche Leistung abzurufen und die Partie auf unsere Seite zu ziehen«, erklärte Borussias Trainer. 

Mit dem VfL Bochum kommt am Samstag die Mannschaft der Stunde in den Borussia-Park, denn das Team aus dem Ruhrgebiet schlug am vergangenen Sonntag den FC Bayern München mit 3:2. In der Tabelle verschafften sich die Bochumer damit auch drei Punkte Vorsprung auf die Borussen. »Der VfL Bochum tritt seit einiger Zeit mit einer klaren Identität auf. Die Bochumer sind sehr aggressiv im Spiel gegen den Ball, haben eine klar definierte Spielweise und sind sehr unangenehm zu bespielen. Wir wissen, dass es eine große Herausforderung wird. Nicht nur wegen des Gegners, sondern auch aufgrund unserer eigenen Situation«, äußerte sich Seoane zum kommenden Gegner der Fohlenelf. Vor allem körperlich und kämpferisch wird Gladbach alles in die Waagschale werfen müssen, tendenziell spielen sie gegen solche Gegner etwas behäbiger. 

Viele personelle Baustellen 

Da macht es die Ausgangslage nicht einfacher, dass Seoane in der Abwehr zwei Spieler ersetzen muss. Nico Elvedi und Ko Itakura sahen bei der Auswärtsniederlage in Leipzig jeweils ihre fünfte Gelbe Karte und sind demnach gesperrt. Trotzdem hat der Schweizer noch genügend Alternativen parat: »Für die Abwehr stehen uns nicht nur Joe Scally, Max Wöber und Marvin Friedrich zur Verfügung. Es gibt weitere personelle Alternativen. Stefan Lainer hatte mehrere Teileinsätze und ist inzwischen wieder bei 100 Prozent. Tony Jantschke hat seine Krankheit überwunden und ist auch wieder fit, zudem ist Fabio Chiarodia defensiv flexibel einsetzbar.«

Und in der zuletzt harmlosen Offensive? Dort fällt mit Alassane Plea weiterhin der Top-Scorer der Fohlenelf aus. Ein Comeback von Tomáš Čvančara ist auch noch nicht in Sicht. »Alassane Plea und Tomáš Čvančara fallen am Wochenende verletzt aus. Lasso hat eine starke Knochenprellung und nach wie vor Schmerzen. Er muss sich nach und nach erholen. Wir hätten gerne beide Spieler am Samstag dabei, denn Lasso hat einen großen Einfluss auf unser Angriffsspiel, Tomáš gibt uns mit seiner Schnelligkeit und seinem Tiefgang ein anderes Element in unserem Angriff. Verletzungen gehören aber zum Profisport dazu, daher müssen wir andere Lösungen finden. Neben Jordan haben wir auch Shio Fukuda und Grant-Leon Ranos, die auf diesen Positionen spielen können«, erklärte Seoane. 

Hinter dem erkrankten Luca Netz steht laut dem 45-Jährigen »noch ein großes Fragezeichen.« Erfreulich: Florian Neuhaus trainierte am Mittwoch wieder in der Mannschaft und darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Doch ganz egal wer am Samstag das Trikot mit der Raute trägt: Die Spieler sind nun gefragt, das Ruder wieder herumzureißen und für eine Trendwende zu sorgen. 

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