Enzo Leopold fehlt den Borussen mehrere Monate. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach muss mehrere Monate auf Enzo Leopold verzichten. Der Neuzugang von Hannover 96 hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen und wird wohl erst im neuen Jahr wieder angreifen können. Das gaben die Borussen am heutigen Donnerstag (03. September 2026) bekannt.
Es ist eine echte Hiobsbotschaft für Borussia Mönchengladbach und Enzo Leopold. Ablösefrei aus Hannover gekommen, wollte sich der 26-Jährige ehemalige Kapitän des Zweitligisten bei den Borussen in der 1. Liga beweisen und als Führungsspieler im zentralen Mittelfeld mit dafür sorgen, dass die bisher eher mäßigen Impulse nach vorne wieder vorhanden sind.
Bisher konnte das Leopold das nicht tun, Kevin Stöger hatte ihm mit einer guten Vorbereitung und in den ersten beiden Pflichtspielen den Platz streitig gemacht – weil der Neuzugang auch (noch) nicht hat überzeugen können. Doch spätestens nach dem Spiel in Leipzig, wo die Doppel-6 um Stöger und Sander nicht zu überzeugen wusste, stand Leopold neben Youngster Mathieu Nguefack wieder im Fokus und schien gute Chancen zu haben, im ersten Heimspiel gegen die SV Elversberg aufzulaufen.
»Die Diagnose bestätigt leider unsere Befürchtungen«
Doch daraus wird nun nichts – zu allem Übel auf Monate lang nicht. Wie der Klub am Donnerstag bekanntgab, hat sich Leopold beim nicht öffentlichen Training am gestrigen Mittwoch einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen und wird monatelang ausfallen. Das ergab die umgehend durchgeführte MRT-Untersuchung. Über das Zustandekommen machten die Borussen indes keine Angaben. Allerdings hatten die Borussen mit einer derart schweren Verletzung offenbar schon mehr oder weniger gerechnet, wie Rouven Schröder durchblicken ließ.
»Die Diagnose bestätigt leider unsere Befürchtungen. Das ist sportlich bitter für uns. Aber vor allem ist das ein großer Rückschlag für Enzo und der wohl bitterste Start bei einem neuen Klub, der möglich ist«, so Borussias Sportchef. »Wir stehen aber eng an seiner Seite, werden ihn nach seiner Operation in der Reha bestmöglich auf sein Comeback vorbereiten und unterstützen, damit er möglichst schnell sein erstes Bundesligaspiel absolvieren kann.«
Bekommt Nguefack sein Startelfdebüt?
Fest steht somit: Die Hinrunde ist für den 26-Jährigen, den Polanski nach dem Wechsel von Nico Elvedi zu Leeds United erst kürzlich in den Mannschaftsrat berufen hatte, damit gelaufen. Bitter für den Mittelfeldmann und für Polanski gleichermaßen. Borussias Cheftrainer dürfte den ehemaligen Kapitän sicherlich als Startelf-Option in seinen Gedankenspielen gehabt haben.
Diese sind nun über den Haufen geworfen. Nach Yukhym Konoplia (Innenbandriss im Knie, Jens Castrop (Schulter-OP) und Zento Uno (muskuläre Probleme) ist Enzo bereits der dritte langfristige Ausfall bei den Fohlen. Zudem steht Neuzugang Daiki Hashioka (Halswirbelverletzung) vorerst nicht zur Verfügung.
Apropos Uno. Der Japaner ist erst jüngst wieder ins Training zurückgekehrt, so dass eine Kadernominierung geschweige denn ein Einsatz gegen Elversberg noch zu früh kommen dürfte. Polanski hat somit alles andere als die Qual der Wahl. Nguefack oder weiter mit Stöger, lautet die Frage. Nach Leipzig muss die quasi mit dem 17-Jährigen beantwortet werden. Und wenn Polanski mutig ist, dann gibt er Nguefack ein Startelf-Debüt… Derweil: Kopf hoch und gute Besserung, Enzo!

