VollGAS-Analyse nach Leipzig: Gute 20 Minuten, ein starker Nicolas und Nguefack-Debüt

Mathieu Nguefack kam gegen Leipzig zu seinem Bundesliga-Debüt. Archivfoto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach hat den Liga-Auftakt vermasselt. Die 0:3-Niederlage bei RB Leipzig war verdient. Die Fohlenelf startete zwar mehr als ordentlich, ließ dann aber nach dem Rückstand wieder alles vermissen. Moritz Nicolas verhinderte wohl Schlimmeres. Erfreulich auch das Debüt von Mathieu Nguefack. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach. 

Es bleibt dabei: In Leipzig kann Borussia Mönchengladbach einfach nicht gewinnen. Die 0:3-Niederlage vom Samstag war bereits die siebte Niederlage bei de Sachsen. Dem gegenüber stehen vier Unentschieden. Dass am 1. Spieltag der 64. Bundesliga-Saison für die Fohlenelf in Leipzig nichts zu holen war, hatte einige Gründe.

Nach VollGAS-Start folgt VollGAS-Bremse

Dabei hatte in der Red Bull Arena alles gut angefangen. Die Borussen gingen mit der richtigen Einstellung zu Werke. Sie hielten RB vom eigenen Tor fern und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Zwanzig Minuten war es durchaus eine Begegnung auf Augenhöhe. Das war so, wie man sich die „neue“ Borussia in 2026/27 vorstellt. Als Beobachter und VfL-Fan hatte man Freude am Spiel und war positiv gestimmt, dass es an diesem Nachmittag vielleicht etwas werden kann, mit einem positiven Start in die neue Saison. Das alles sollte man gewiss nicht unerwähnt lassen. 

Dass daraus aber nichts wurde, hatte dann mit dem Rückstand nach 26 Minuten zu tun. Ab diesem Zeitpunkt gab es nach dem VollGAS-Start eine buchstäbliche VollBremsung. Bis dahin war es eigentlich ein starkes Auswärtsspiel, in dem Leipzig durchaus unter Druck gesetzt wurde. Nach dem Rückstand war davon dann aber nichts mehr zu sehen und man verfiel in alte Muster Fortan übernahm Leipzig das Kommando komplett und hat Chancen um Chancen, während die Fohlen ihrerseits offensiv kaum noch in Erscheinung traten.

Auch aus dem Mittelfeld heraus kamen weder Impulse nach vorne, noch gab es die nötige Absicherung. Ebenso keinen guten Tag hatte Lukas Ullrich, den Eugen Polanski dann auch herausnahm.

Nicolas mit VollGAS-Leistung – VollGAS-Debüt von Nguefack

Einzig Moritz Nicolas war es zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer kam, als am Ende ein 0:3. Borussia Nummer eins war gleich im ersten Liga-Spiel on fire und entschärfte gute Möglichkeiten mit herausragenden Reflexen. Besonders nach einer Stunde, als er innerhalb von Sekunden gleich dreimal mit unglaublich starken Reflexen gegen Nusa, Orbán und Banzuzi die Oberhand behielt. Nicolas war mit Abstand der beste Gladbacher an einem Nachmittag, an dem man unter dem Strich keine Mittel hatte, um dem Team um Ex-Borusse Rocco Reitz gefährlich zu werden.

Und dann war da noch das Debüt von Mathieu Nguefack. In der Vorwoche hatte der 18-Jährige in Mainz noch 90 Minuten auf der Bank gesessen. In Leipzig kam er in der 64. Minute beim Stand von 0:2 für den enttäuschenden Kevin Stöger in die Partie und machte seine Sache im Mittelfeld für das erste Mal schon sehr ordentlich. »Ich kann es eigentlich noch gar nicht richtig realisieren, um ehrlich zu sein«, sagte Nguefack bei Fohlen.TV. »Es ist natürlich ein überwältigendes Gefühl und ich muss das alles erstmal verarbeiten.«

Übersicht, Ruhe am Ball Passsicherheit zeichneten das bereits in der Vorbereitung überzeugende Talent aus. »Ich habe versucht, meine Stärken ins Spiel einzubringen und dem Team bei 0:2-Rückstand zu helfen. Und da habe ich versucht, alles zu tun, damit wir das Spiel noch drehen können.«

Gelungen ist ihm und seinen Mannschaftskollegen das bekanntermaßen nicht. Natürlich war es erst ein Spiel, aber so sollte und muss Nguefack eine echte Alternative für die Startelf sein.

Am Ende schlenderten die Borussen bedröppelt zu Ihren Fans in die Kurve. Außer Spesen nichts gewesen! Nach Schott Mainz hatte man eigentlich ein gutes Gefühl. Doch Schott Mainz ist eben nicht Leipzig und/oder Bundesliga, wo es anders zur Sache geht. Nach dem Weiterkommen im Pokal gegen den Oberligisten war die Frage: Wie weit und wie gut sind die Fohlen nach der guten Vorbereitung?

Diese Frage muss nach der Niederlage in Leipzig für den Moment mit nicht so gut beantworten. Auch wenn nach einem Spiel gewiss nicht gleich alles infrage gestellt und über den Haufen geworfen werden muss – Die nächste Woche gegen Elversberg zuhause wird dann zeigen, ob Leipzig ein Ausrutscher war…